Was zu Stande bringen …

Contenance, meine Lieben, Contenance.

… anständig bleiben …
… ständig …
… standesamtlich …

Immer schön anständig bleiben, dann kann auch was zu Stande kommen.
Ein jeder hat schon irgendwas zu Stande gebracht und steht dazu, ist standhaft geblieben und schafft es eben dewegen sich doch noch zu lieben, sich zu achten, wegen der Beachtung und Liebe, die wir unserem zu-Stande-gebrachem schenken.

 Wie gerne sehen wir Paare, die auch mal amtlich, also standesamtlich ein gutes Wort – „Ja.“ – für einander einlegen, „Ja.“ zueinander sagen und dazu steht, dass sie sich treu und dadurch glaubwürdig bleiben und zwar die ganze Zeit, in guten, wie in schlechten Zeiten. Früher wurde beim Vater um die Hand der Tochter angehalten. Die Eltern haben verhandelt, Geschäfte gemacht, sich für das wirtschaftliche Wachstum der Familien interessiert. Wird das heutzutage von vielen Kindern boykottiert, die jetzt alle als Krieger des Lichts, als Gewinner (und dadurch erst eigentliche Verlierer?) in der Welt der Einhörner und Metabarone umherrschwirren und sich auf der Suche nach einem Sinn in der Matrix erst umherirren um sich dann bei Jesus wieder zu finden? Würden wir nicht instinktiv lieber auf gewisse Erfahrungen verzichten? Würden wir nicht lieber für die Kinder leben?  Würden wir uns nicht instinktiv davor hüten Gefahr zu laufen und Risiken eher scheuen? Geht es den nicht bei der Getrenntheit, standing nur um Vereinigung? Wie ist eine harmonische Vereinigung dauerhaft möglich, ohne abstoßend zu reagieren? Wie können die Verletzungen – meist durch Trennung verursacht – wieder geheilt und eine gesunde Sangha, ein gesundes Zusammenleben wieder ermöglicht werden?


LUX – VERITAS – VIRTUS

  • LUX – Licht, Glanz, Feuer, Tag, Leben, Augenlicht, Deutlichkeit, Öffentlichkeit, Hilfe, Rettung, Glanz
  • VERITAS – Wahrheit, Aufrichtigkeit, Regel, Offenheit, Wirklichkeit, Wahrhaftigkeit, Naturtreue, Unparteilichkeit
  • VIRTUS – Tugend, Sittlichkeit, Moral, Wundertaten, Mannhaftigkeit, Manneswürde, Kraft, Stärke, Mut, Tapferkeit, Entschlossenheit, Heldentaten, Verdienste, Wert, Vorzüge

… etwas taugen (: aus der Wortfamilie von Tugend (lateinisch virtus, altgriechisch ἀρετή aretḗ), tugendhaftem Verhalten, die Tauglichkeit, Tüchtigkeit;)


Kardinaltugenden

Die vier klassischen Grundtugenden:
Klugheit oder Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.
(Für Aristoteles ist Tugend der Weg zur Glückseligkeit. Die Glückseligkeit wird hier aber nicht verstanden als subjektives Glücksgefühl, sondern als geglücktes Leben.)Das Leben glückt dann, wenn der Mensch die Möglichkeiten verwirklicht, die in ihm angelegt sind (Entelechie).

Christliche Tugenden

Glaube, Liebe, Hoffnung

Die christlichen Tugenden gehen auf die zehn Gebote des Alten Testamentes und deren Auslegung durch Jesus Christus im Neuen Testament zurück, etwa in den Seligpreisungen der Bergpredigt. Dort lehrt Jesus auch über die Anwendung der Tugenden des Almosengebens, des Gebets und des Fastens: Es kommt ihm nicht nur auf das Tun an sich an, sondern vor allem auf die Beweggründe dahinter.

Die drei göttlichen Tugenden (auch theologische Tugenden genannt) stehen im ersten Brief an die Korinther des Apostels Paulus (1 Kor 13,13 EU). Sie werden unter anderem in den Werken des Kirchenlehrers Thomas von Aquin kommentiert. Es sind: Glaube (lat. fides), Hoffnung (lat. spes) und Liebe (lat. caritas).
In der Lehre der katholischen Kirche treten zu diesen drei theologischen Tugenden noch die vier Kardinaltugenden hinzu.

Durch die Reformation wurde die Tugend der Beharrlichkeit (lateinisch perseverantia) hinzugefügt, zu der nach Martin Luther die unerschütterliche Gewissheit gehöre, gerechtfertigt zu sein.

Himmlische Tugenden

Angelehnt an die Psychomachia, einem Text des christlichen Dichters Prudentius aus dem 4. Jahrhundert, hat sich im Mittelalter folgende Liste der sieben himmlischen Tugenden entwickelt, die jeweils mit einer entsprechenden Untugend (siehe auch Todsünde) um die Vorherrschaft in der Seele ringen. Diese Auflistung war auch durch die Bearbeitung im musikalischen Werk Hildegards von Bingen im Mittelalters weit verbreitet:

Tugend Demut
(humilitas)
Mildtätigkeit
(caritas)
Keuschheit
(castitas)
Geduld
(patientia)
Mäßigung
(temperantia)
Wohlwollen
(humanitas)
Fleiß
(industria)
Untugend Hochmut
(superbia)
Habgier
(avaritia)
Wollust
(luxuria)
Zorn
(ira)
Völlerei
(gula)
Neid
(invidia)
Faulheit
(acedia)

Rittertugenden

Als Rittertugenden galten staete, minne, hoher muet, mâze und triuwe (mittelhochdt. Minnesang), was in etwa mit Beständigkeit (im Sinne von Integrität), Frauendienst oder Agape, heitere Gelassenheit/Enthusiasmus, Mäßigung und aufrichtiger Treue übersetzt werden kann. Das allegorische Preisgedicht auf Kaiser Karl IV. von Heinrich von Mügeln „Der meide kranz“ (um 1355) enthält eine Tugendlehre, in der die zwölf Tugenden Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit, Starkmut (Stärke/Standhaftigkeit), Glaube, Mäßigung, Güte, Demut, Hoffnung und Liebe auftreten. Siehe auch Ritterlichkeit.

Neun edle Tugenden

Die „neun edlen Tugenden“ im germanischen Neuheidentum wurden entsprechend zu den als zu christlich empfundenen Rittertugenden in den Kreisen des Odinic Rite aus nordischen Wikinger-Sagas und angelsächsischen Heldenepen entlehnt. Allgemein verbreitet ist der Kodex Ehre – Treue – Mut – Wahrheit – Gastfreundschaft – Selbständigkeit – Disziplin – Fleiß – Ausdauer. Diese Tugenden bilden den wichtigsten Kodex im germanischen Neuheidentum, werden aber dennoch nicht überall akzeptiert.

Bürgerliche Tugenden

Bürgerliche Tugenden umfassen insbesondere: Ordentlichkeit, Sparsamkeit, Fleiß, Reinlichkeit und Pünktlichkeit. Diese Tugenden sind auf die praktische Bewältigung des Alltags gerichtet. Ihre soziale Funktion besteht im Aufbau und der Sicherung einer wirtschaftlichen Existenz. Otto Friedrich Bollnow bezeichnet sie daher auch als „wirtschaftliche Tugenden“, Sie stellen das pragmatische Gegengewicht zu den sonstigen, oft an Idealen orientierten Tugenden dar.[6] Bürgerlich werden diese Tugenden genannt, da sie für das Bürgertum in der Epoche der Aufklärung die Voraussetzungen lieferten, sich gegenüber dem Adel kulturell und wirtschaftlich emanzipieren zu können.

Soziale Tugenden

In der Psychologie spricht der italienische Gestalttheoretiker Giuseppe Galli von „sozialen Tugenden“ und nennt als solche die Hingabe, die Dankbarkeit, das Staunen, die Vergebung, das Vertrauen und die Aufrichtigkeit. Es handelt sich dabei um positive und konstruktive zwischenmenschliche Verhaltensformen, die jeweils durch eine spezifische Struktur des zwischenmenschlichen Beziehungsfeldes charakterisiert sind.

Preußische Tugenden

Als preußische Tugenden werden die von der protestantisch-calvinistischen Moral und der Aufklärung geprägten Tugenden bezeichnet, die seit Friedrich Wilhelm I. vom preußischen Staat propagiert und gefördert wurden. Von den preußischen Tugenden leiten sich auch die deutschen Tugenden ab.

Buddhismus

Die sittlichen Grundregeln des Buddhismus sind die fünf Silas, in denen gelobt wird, sich darin zu üben

  • kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen
  • nichts zu nehmen, was mir nicht gegeben wird
  • keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben
  • nicht zu lügen und wohlwollend zu sprechen
  • keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben

Frauentugenden

In der abendländischen Kultur werden mit tugendhaften Frauen vor allem folgende Eigenschaften verbunden: Häuslichkeit, Sparsamkeit, Keuschheit. Zum Tugendkanon für Frauen gehört das sogenannte „Lob der tüchtigen Frau“ (Spr 31,10–31 EU). Seit der Christianisierung Europas gilt Maria als tugendhaftes Vorbild.

Soldatische Tugenden

In einer alten Version der Zentralen Dienstvorschrift der Bundeswehr heißt es, dass gegenseitiges Verständnis, guter Wille und Hilfsbereitschaft eine Kameradschaft entstehen ließen, die auch größeren Belastungen standhalte. „Die soldatischen Tugenden entwickeln sich in den kleinen Gemeinschaften der Truppe. Dort entsteht die Kameradschaft; sie zeigt sich im Einsatz füreinander, besonders in Mühe und Gefahr. Sie soll Vorgesetzte und Untergebene in allen Lagen fest verbinden. […] [sie gibt] Zuversicht und Halt. Wer mehr zu leisten vermag, muss dem weniger Erfahrenen und Schwächeren helfen. Falscher Ehrgeiz, Selbstsucht und Unaufrichtigkeit zerstören die Kameradschaft.“


Vielen Dank an Wikimedia – euch spende ich sehr gerne. Ich hoffe das passt so.


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